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Gleichstrom–Lichtmaschinen magnetisieren / polarisieren

Die Spulen einer Gleichstrom–Lichtmaschine sind um einen Eisenkern gewickelt. Damit die Lichtmaschine korrekt funktioniert, müssen diese Kerne einen gewissen Magnetismus mit der richtigen Polarität haben.

Dieser Magnetismus geht jedoch verloren, wenn eine Lichtmaschine lange nicht mehr betrieben wurde, oder kann fehlen, wenn die Spulen neu gewickelt wurden. Besonders vor dem Einbau eines elektronischen Reglers muss das erst in Ordnung gebracht (und der Regelwiderstand der Lima isoliert) werden.

Hier beschreiben wir, wie ihr da am besten vorgeht - denn dabei gilt es ein paar Dinge zu beachten.

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Vorbereitungen und einfache Variante

Es gibt eine simple, jedoch etwas riskante Lösung und eine bessere und sicherere. Bei beiden gelten diese Bedingungen:

  • Die Batterien oder Akkus müssen gut geladen sein.
  • Es ist sicherer, die Ladekontrollleuchte auszubauen.
  • Wenn ihr eine Hauptsicherung mit 8 oder 16 Ampère habt - die sollte überbrückt werden, weil bei dem Vorgang die Lichtmaschine als Anlasser arbeitet. Da fließen enorme Ströme.
  • Baut die Zündkerze aus und legt den Leerlauf ein.

Die einfachere Methode besteht nun darin, ganz kurz die Ankerplatte der Reglers herunterzudrücken. Der Rotor am Schwungrad wird kurz zucken - das genügt. Dabei werden die Klemme 30/51 und die Pluskohle (61) miteinander verbunden - der Generator arbeitet als Motor (Anlasser).

Diese Methode hat jedoch Nachteile. Die normalen Kabel und Kontakte können bei den beachtlichen Strömen überfordert werden. Die Alternative ist daher besser. Ganz abgesehen davon - wer den Regler wetter­geschützt und gekühlt weggebaut hat wie wir, kommt an diese Platte gar nicht so leicht dran  (zwinker) .

 

Die bessere Alternative

Bis auf den Hinweis zu den Sicherungen solltet ihr alles wie oben beschrieben vorbereiten. Schleift oder feilt dann als erstes die Oberseite des Messing–Halters für die Pluskohle blitzeblank. Die Pluskohle ist die, deren Halter auf einem Streifen Pertinax isoliert angebracht ist (Foto oben: rechts).

Schließt nun ein hinreichend langes Stück Litze, möglichst 4 mm² stark, an den Pluspol der Batterie an (achtet dabei darauf, dass das andere Ende zwar abisoliert, jedoch zum Beispiel mit einer Lüsterklemme geschützt ist, um Kurzschlüsse zu vermeiden).

Ein vernünftiges Massekabel von der Batterie zum Motor habt ihr, ja? Wenn das nur 1,5 mm² Querschnitt haben sollte - das sollte auch ersetzt werden (mindestens 2,5 mm²).

Drückt nun das offene Ende der Plusleitung herzhaft auf das Messing des Kohlehalters (dabei kann es eventuell sogar funken, also nicht erschrecken). Sobald der Rotor gezuckt hat, isoliert ihr das Kabel wieder.

Der Rest besteht dann (in beiden Fällen) fast nur noch aus Aufräumarbeiten - und natürlich der Prüfung, ob die Lichtmaschine bei laufendem Motor lädt. Ein kurzer Probelauf sorgt außerdem für eine noch bessere Magnetisierung.

 
 
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